ADHS-DIAGNOSTIK FÜR ERWACHSENE

Wann ADHS-Diagnostik sinnvoll ist

ADHS verursacht unter anderem Symptome, wie ständige innere Unruhe, Ablenkbarkeit und Impulsivität, welche schwerwiegende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben können. Während es erfreulich ist, dass Betroffene mit ihren Symptomen insgesamt zunehmend ernstgenommen werden, besteht gleichzeitig die Gefahr von Fehldiagnosen. Eine professionelle Diagnostik ist daher essenziell, um die Verdachtsdiagnose abzuklären und eine Grundlage für eine fachlich gesicherte Behandlung der Beschwerden zu erhalten.

Insbesondere bei Frauen zeigt sich die Symptomatik häufig anders und wird nicht durch alle Standardinstrumente richtig erfasst. Daher legen wir zusätzlich besonderen Wert auf eine ausführliche Anamnese.

Dabei ist uns auch eine differentialdiagnostische Abklärung von Symptomen aus dem Autismus-Spektrum wichtig.

So läuft die Terminvereinbarung ab

Melden Sie sich gern bei Fragen!

Erster Schritt: Anfrage für ein Erstgespräch

Nehmen Sie bei Fragen oder einem Terminwunsch zur ADHS-Diagnostik gern Kontakt zu uns auf. Nutzen Sie dazu gern den Kontakt über die Seite oder schreiben Sie eine Mail direkt an:

diagnostik@psychotherapie-doelemeyer.de

Zweiter Schritt: Terminvorschlag erhalten

Nach Ihrer Terminanfrage bekommen Sie von uns eine Mail mit einem Terminvorschlag und weiteren Informationen zum Erstgespräch.

Dritter Schritt: Erstgespräch mit Indikationsprüfung

In einem ersten Termin besprechen wir Ihre Symptomatik und planen gemeinsam das weitere Vorgehen (siehe unten: Ablauf der ADHS-Diagnostik in unserer Praxis).

Ablauf der ADHS-Diagnostik in unserer Praxis

Die ADHS-Diagnostik findet vorrangig in unserem Praxisraum in der Karl-Heine-Str. 20 statt. Bei Fragen oder Terminwunsch melden Sie sich gern! Sie bekommen dann die weiteren Informationen per Mail zugeschickt. Die Diagnostik und Beratung zum weiteren Vorgehen findet in mehreren Schritten statt und wird durch mich und meine qualifizierten Mitarbeiter*innen durchgeführt. Im Anschluss bekommen Sie einen ausführlichen Befundbericht mit dem Ergebnis der Diagnostik. Diesen können Sie dann Ihrem (Fach-)Arzt bzw. Ihrer (Fach-)Ärztin vorlegen, um die Möglichkeiten der weiteren medizinischen Behandlung (wie beispielsweise eine medikamentiöse Einstellung) zu besprechen.

Umfassende Anamnese

In einem ausführlichen Erstgespräch erfassen wir Ihre bisherigen Symptome und biografischen Erfahrungen, um ein genaues Bild zu erhalten, ob eine weitere Diagnostik indiziert ist.

Bringen Sie zu diesem Gespräch gern schon Kopien relevanter Unterlagen wie Arztbriefe und Zeugnisse mit. Mehr Informationen dazu, erhalten Sie bei Anfrage per Mail.

Standardisierte Testverfahren

Zeigt sich im ersten Gespräch, dass Ihre Symptomatik nicht (vollständig) durch eine andere Erkrankung erklärbar ist und sich eine weitere ADHS-Diagnostik als sinnvoll erweist, bekommen Sie verschiedene standardisierte Testverfahren. Diese dienen einerseits dazu, die verschiedenen Aspekte der ADHS-Symptomatik zu erfassen, andererseits werden so weitere differentialdiagnostische Aspekte untersucht.

Ausführliches Diagnostik-Interview

In einem weiteren Doppel- oder in zwei Einzelterminen wird anschließend das „Diagnostische Interview für ADHS bei Erwachsenen“ (DIVA) durchgeführt. Dieses erfasst relevante Aspekte der ADHS-Symptomatik sowohl für die Zeit der Kindheit als auch für das Erwachsenenalter und den Einfluss der Symptome auf den Alltag.

Individuelle Auswertung und Beratung

In einem Abschlusstermin besprechen wir dann das Resultat der Diagnostik. Anhand der Ergebnisse – welche Sie auch in einem ausführliche Befundbericht zur Weiterleitung an den behandelnden Arzt bzw. die behandelnde Ärztin noch einmal schriftlich bekommen – entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen passende Strategien und Empfehlungen für die weitere Behandlung.

Kosten für die ausführliche Diagnostik inkl. Befunderstellung

Die Kosten für die Diagnostik richten sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten und betragen i.d.R. für das komplette oben beschriebene Vorgehen zwischen 652,15 € und 727,90 € – in Abhängigkeit davon, welche zusätzliche Differentialdiagnostik ggf. notwendig ist. Sie werden normalerweise nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Die Beantragung einer Kostenerstattung kann aber im Einzelfall geprüft werden. Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten häufig. Informieren Sie sich ggf. vorher bei Ihrer Krankenkasse, welche Informationen und Unterlagen für eine Kostenübernahme benötigt werden.

Wenn Sie die Kosten selbst tragen, können Sie diese als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung angeben.

Sollte sich im Erstgespräch herausstellen, dass eine weitere Diagnostik nicht indiziert ist, wird selbstverständlich auch nur das Erstgespräch (134,06 €) berechnet.

Behandlungsmöglichkeiten bei ADHS

Aufgrund der Besonderheiten, die Symptome von ADHS mit sich bringen, ist eine darauf angepasste Behandlung besonders wichtig. Klassische Strategien der Verhaltenstherapie lassen sich für betroffene Personen häufig nicht sinnvoll umsetzen. Hinzu kommt, dass sich die Symptome in Abhängigkeit verschiedener Faktoren (wie Alter, Lebensphase, biologisches Geschlecht etc.) sehr unterschiedlich äußern können.

Gleichzeitig ist ein Austausch mit anderen Betroffenen i.d.R. sehr gewinnbringend. Daher bieten wir verschiedene (teilweise geschlechtsspezifische) Gruppenangebote für ADHS-Patient*innen an, wie z.B. eine Gruppe für (spät diagnostizierte) Frauen. In diesen Gruppen sollen der Austausch sowohl über Gemeinsamkeiten als auch über Unterschiede in der Symptomatik gefördert und individuelle Strategien zum Umgang mit der Symptomatik entwickelt werden.

Bei Fragen zu Möglichkeiten der Kostenerstattung über die gesetzliche Krankenkasse unterstützen wir Sie gern!